MES · Automobil- und Elektronikzulieferer
SMT-Linien aufbauen und mit MES-Daten verbessern
SMT-Linien vom Konzept bis zum Hochlauf, bestehende Linien mit MES-Daten, IoT-Sensorik und Traceability verbessert. Praxisbeispiel unseres Gründers.
- Investitionsvolumen pro Jahr
- rund 3 Mio. Euro
- Projektumfang
- SMT-Linien vom Konzept bis zum Hochlauf
- Datenbasis
- Materialfluss- und Taktzeitanalysen auf MES-Daten
Dieses Praxisbeispiel stammt aus einem Projekt, das unser Gründer in verantwortlicher Rolle bei einem Hersteller bzw. Zulieferer umgesetzt hat, nicht im Auftrag von Amperbytes AI. Kundennamen nennen wir aus Vertraulichkeitsgründen nicht.

In einem Projekt unseres Gründers bei einem Automobil- und Elektronikzulieferer (2015 bis 2018) wurden neue SMT-Linien vom Konzept bis zum Hochlauf aufgebaut und bestehende Linien mit MES-Daten verbessert. Dazu kamen Materialfluss- und Taktzeitanalysen, IoT-Sensorik, Traceability und Visualisierung.
Ausgangslage
Ein Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie fertigt Baugruppen in der Oberflächenmontage (Surface-Mount Technology, SMT). Neue Produkte erforderten zusätzliche Linien. Für die bestehenden Linien stellte sich die Frage, wo Material wartete, wo der Takt riss und wo Ausbringung verloren ging.
Das Manufacturing Execution System (MES) zeichnete Daten aus der Fertigung auf. Darin steckte das Potenzial, Engpässe zu belegen statt zu vermuten. Dafür mussten die Daten aber ausgewertet, mit dem Materialfluss verknüpft und für Bediener wie Management verständlich aufbereitet werden.
Aufgabe
Neue SMT-Elektronikfertigungslinien sollten aufgebaut und die Leistung der bestehenden Linien datenbasiert verbessert werden. Unser Gründer verantwortete dabei als Projektleiter ein jährliches Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro. Die bestehenden Linien produzierten währenddessen weiter. Jede Integration von Sensorik oder Traceability musste in den laufenden Betrieb passen und durfte den Takt nicht stören.
Lösung
Als Projektleiter für die SMT-Elektronikfertigungslinien verantwortete unser Gründer beide Stränge.
- Linienaufbau vom Konzept bis zum Hochlauf. Für die neuen Linien lag die Projektleitung vom Linienkonzept über Aufbau und Inbetriebnahme bis zum Produktionshochlauf in einer Hand.
- Materialfluss- und Taktzeitanalysen auf MES-Daten. Aus den MES-Daten wurden Materialfluss und Taktzeiten der bestehenden Linien analysiert, um Zeitverluste an einzelnen Stationen zu belegen statt zu vermuten.
- Sensorik in bestehende Linien integriert. Sensorik aus dem Internet of Things (IoT) wurde in bestehende Linien integriert, um Zustände zu erfassen, die im MES bisher nicht sichtbar waren.
- Traceability und Visualisierung. Traceability-Lösungen machten nachvollziehbar, wann eine Baugruppe an welcher Station mit welchem Ergebnis bearbeitet wurde. Visualisierungslösungen machten Status und Kennzahlen für Bediener und Management sichtbar.
- Anforderungen von Bedienern und Management. Die Anforderungen beider Seiten wurden aufgenommen und priorisiert. Bediener brauchen Informationen im Takt, das Management Kennzahlen über Linien hinweg. Beides musste die Integration liefern.
Ergebnis
Die neuen Linien wurden vom Konzept bis zum Produktionshochlauf geführt. Für die bestehenden Linien lagen Materialfluss- und Taktzeitanalysen auf MES-Daten vor, ergänzt um IoT-Sensorik, Traceability und Visualisierung. Diese Erfahrung unseres Gründers prägt bis heute, wie wir Produktions-IT entwerfen: von der Linie her gedacht, nicht vom System.
Erkenntnisse aus dem Projekt
- MES-Daten sind oft schon da. Der Hebel liegt darin, Materialfluss und Taktzeit daraus zu analysieren, bevor neue Systeme angeschafft werden. Steht doch eine Neuauswahl an, hilft ein sauberes MES-Lastenheft.
- Shopfloor-Integration ist erst dann stabil, wenn Bediener sie im Takt nutzen können. Was den Takt stört, wird umgangen.
- Wer Fertigungslinien geplant und hochgefahren hat, baut Produktions-IT anders. Anforderungen aus der Linie sind konkreter als vom Schreibtisch aus.
Übertragbar auf Ihr Vorhaben
Wir verbinden heute Fertigungserfahrung mit Software-Architektur und unterstützen bei MES-Datenanalysen, Traceability und Shopfloor-Integration, siehe MES und Produktions-IT. Worauf es bei der Rückverfolgbarkeit von Baugruppen ankommt, erklärt der Artikel Traceability in der Elektronikfertigung. Wenn Sie Ihre Linien datenbasiert verbessern möchten, sprechen Sie uns an.
Aufgeschrieben vom Gründer von Amperbytes AI.